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Cold Winternights

Am 1.1.2011 machte ich mich mit zwei Freunden auf den Weg nach Kroatien auf eine private Schottergrube, um vielleicht einen Karpfen zu überlisten.Wir starteten um 10:00 Uhr und kamen gegen 15:00 Uhr am Gewässer an. Die Temperaturen hielten sich stets im Minusbereich, teilweise hatten wir sogar starken Schneefall. Gegen 17:00 Uhr lagen unsere Montagen an den Uferkanten, da wir erst am nächsten Tag vorhatten, eine genaue Location zu machen.

Wie erwartet blieb die Nacht ruhig und gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf Spotsuche. Ich fand eine sehr interessante Stelle, mit Tiefen zwischen 7-10 m. Ich markierte die Spots und fütterte ein halbes Kilo Monster Squid(15 mm) sowie ein Kilo Monster Carp Pellets verteilt auf die Fläche.
Der Tag und die Nacht blieben ruhig und so ließ ich die Spots in Ruhe. Die Wassertemperatur lag bei 5-6 °C, nicht unbedingt ervolgsversprechend! Vor der 3. Nacht stellte ich meine Montagen von Pop-ups auf eine sinkende Kugel um und erhoffte mir einen Biss in der kommenden Nacht. Gegen 20:00 Uhr gab mein SIREN den ersten Dauerton, und der Drill begann. Wenige Minuten später lag der erste Fisch auf der Matte. Die Freude war riesig!

Ich platzierte die Montage erneut an ihrem Spot und legte mich wieder in mein geheiztes Titan.

Um Mitternacht pfiff die gleiche Rute wieder ab, und der zweite Fisch war sicher in der Unterlippe gehakt und gelandet. Das erneute Ablegen der Rute war sehr mühsam, da uns Temperaturen von -12 °C die Sache nicht gerade erleichterten.

Im Morgengrauen wurde ich das dritte Mal durch meinen Bissanzeiger aus dem Schlaf gerissen und ich durfte meinen nächsten Winterkarpfen landen. Meine Taktik schien voll und ganz aufzugehen und so veränderte ich die restliche Session nichts mehr daran. Bevor unsere letzte Nacht anbrach, fütterte ich nochmal ein halbes Kilo Monster Squid über meinen Platz und legte die Ruten neu aus. Der erste Fisch der letzten Nacht ließ nicht lange auf sich warten und so durfte ich gegen 21:00 Uhr meinen vierten Fisch in den Kescher führen.

Die Rute die ablief legte ich in dieser Nacht nicht mehr auf den Spot, da ich keine Unruhe auf dem Platz riskieren wollte. Als mich um 5:00 Uhr erneut ein Dauerton meines Siren weckte, traute ich kaum meinen Ohren, und wenige Minuten später lag der fünfte und letzte Karpfen der Session vor mir. Leider hatten meine Freunde keinen Biss in den paar Tagen, was aber nicht tragisch ist, da es an diesem Gewässer beinahe normal ist zu blanken.

Am Vormittag packten wir unsere Sachen zusammen und ich war überglücklich und beendete unsere Session mit den Worten:
„Des pock i net!“

Franz Eschberger

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