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Coldwater Attraction

Die Temperaturen steigen von Tag zu Tag, schön langsam schwindet das Eis und gibt das kalte, klare Nass darunter frei. Bis auf ein paar gefiederte Wasserliebhaber, die sich an der Oberfläche tummeln, wirken die Seen nahezu ausgestorben. Etwas weiter unter der Wasseroberfläche beginnt das Leben allerdings schon langsam. Auch wenn die Karpfen ihren Stoffwechsel noch ziemlich nach unten gefahren haben, nehmen sie bereits etwas Nahrung auf. Es herrschen extrem schwierige, aber auch sehr interessante Bedingungen. Meiner Meinung nach gibt es 2 entscheidende Punkte, die um diese Zeit für Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Der erste und somit auch wichtigste ist der Platz. Die Karpfen bewegen sich noch sehr wenig und stehen meist an bestimmten Plätzen zusammen. Hier ist eine dementsprechende Gewässerkenntnis von großem Vorteil. Eine Verallgemeinerung wo sich die Fische im Winter in Gewässern aufhalten, gibt es nicht. Nach meinen persönlichen Erfahrungen, halten sie sich oft in schlammigen Bereichen auf, die Tiefen waren meist nicht so entscheidend, da das Wasser direkt nach dem Aufgehen keine Temperaturunterschiede aufweist, dies sind allerdings wie gesagt meine Erfahrungen.

 

Der zweite entscheidende Punkt, auf den ich auch ein bisschen genauer eingehen möchte, ist das Futter. Grundsätzlich gilt hier: Weniger ist Mehr.

Mit zuviel Futter kann man sich einen produktiven Platz schnell zunichte machen. Denn aufgrund des noch heruntergefahrenen Stoffwechsels, sättigt man die Karpfen sehr schnell, was die Chance einer Köderaufnahme stark vermindern würde.

Ich verwende immer einen Stick-mix, der extrem wasserlöslich und hoch attraktiv ist.Der Mix besteht bei mir aus 3 festen und 2 flüssigen Bestandteilen. Die festen setzten sich aus Method-mix, Pellets und Soluballs zusammen. Allesamt hochwirksame, extrem wasserlösliche Zusätze. Das Ganze vermische ich dann mit Fooddip und Arouser, bis der Mix klebrig wird. Die 2 Flüssigkeiten verwende ich in einem 50:50 Anteil. Die Zugabe beider, hat den Grund, dass der Fooddip sich am Grund niederlegt und eine Art Glocke bildet, der Arouser gibt die Attraktivität zur Oberfläche ab, so hat man eine perfekte Lockwirkung in allen Wasserschichten. Wasser verwende ich keines, da der Mix danach mit PVA in Verbindung kommt. Zum Drüberstreuen kommen dann noch ein paar Maden in den Mix. Die kompletten Bestandteile verwende ich  mit Amber Strawberry Geschmacksrichtung, welche mein absoluter Favourite für kaltes Wasser ist.

Dann lasse ich den Mix einige Minuten ziehen, damit die Pellets und Soluballs die Flüssigkeiten aufnehmen können. Danach fertige ich einen ca. 10cm langen PVA Stick, den ich anschließend auf das Vorfach auffädel. Als Köder verwende ich einen 15mm Amber Strawberry Pop-up oder Sinker.

Dass die Taktik ausgezeichnet funktioniert, konnte ich bereits bei meiner ersten Session im heurigen Jahr feststellen. Auch wenn es nicht die größten waren, konnte ich drei Karpfen in zwei Tagen landen und das alles 3 Tage nachdem der See eisfrei war.

Viel Spaß beim Probieren…………

lG ecki

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