Erinnerungen Herbst 2010

Da sich die vielen Feiertage im Oktober/November, perfekt für eine letzte lange Session im Jahr 2010 anboten,
nahm ich mir die restlichen Tage Urlaub, um noch einen letzten Karpfen zu fangen. Schnell war alles aufgebaut und die Ruten konnten via GPS rasch an ihren Platz. Als Spots wählte ich eine kleine krautfreie Stelle aus, wo Kies in Schlamm wechselte. Die andere Rute platzierte ich mit PVA Bags mitten ins Kraut.

Die erste Nacht brach an und ich konnte 2 Fische zwischen 10 und 13 kg überlisten. Am Tag war dann wieder füttern und neu auslegen angesagt. Ich teste diese Woche wieder einmal die neue Monster Squid Kugel und wie üblich brachte sie wieder Bisse. In den vergangenen Sessions konnte ich bereits einige gute Fische damit fangen.Für mich war es schwer meinen Favorit zu toppen, denn „Shellfish Squid“ war der absolute Renner im Vorjahr und auch dieses Frühjahr, lief es mit diesem Köder mehr als gut.

Die „Monster Squid“ zeigte mir von Anfang an das Gegenteil, denn ich hatte einen Fisch nach dem anderen im Kescher. In Sachen Montagen, habe ich mich für diese Session, für einen Weed Safety Clip mit einem Limpid Leader und einem 30 cm langem Blow-Back Rig entschieden.Als am 2. Tag in der Dämmerung die Krautrute ablief, war mir klar, dass meine Montagenentscheidung genau die Richtige war. Nach einem längeren Kampf stand es 3:0 für mich und der erste 15+ lag auf der Matte.


Es war schon dunkel geworden, so sackte ich den Fisch ein, um in den Morgenstunden ein tolles Foto zu schießen. Schnell brachte ich die Rute wieder ins Wasser, wo sie hingehört, und verkroch mich wieder in mein Zelt.

Um 3 Uhr wurde ich von meinem Delkim geweckt, der bereits um Hilfe schrie, also ab ins Boot und los ging’s! Nach kurzem Drill war es wieder soweit, 4:0 für mich. Ein schöner, dunkler Schuppi lag auf meiner Matte und es war klar, dass dieser Fisch die 15 kg Marke brach.

Die Freude war groß, ich konnte zwei 15+ in 8 Stunden fangen. Was kann da noch schief gehen, dachte ich mir? In den ersten Morgenstunden fotografierten wir die beiden Prachtstücke und ließen sie zurück in ihren Krautdschungel. Am dritten Tag konnte ich weitere v Fische bis knapp 14 kg fangen. Die  nächste Nacht war ruhig und ich hatte keine Aktion. Als ich bei meinem ersten Kaffee in der Früh darüber nachdachte, wie ich noch einen weiteren, tollen Fisch fangen könnte, lief die Krautrute wieder.

Für mich stand fest, dass ich alles richtig machte, was ich nur richtig machen konnte, als nach ca. 15 Minuten Drill der größte Fisch der Session in meinen Kescher war. Noch schnell ein paar Fotos gemacht und ich ließ ihn wieder in sein kühles Nass zurück.

Leider hatte ich mir durch das feuchte, kühle Wetter einen Husten und Fieber eingefangen und musste dadurch meine Session abbrechen. Ich fuhr zwar mit einer unschönen Grippe nach Hause, jedoch mit wunderschönen Fotos in der Tasche, welche mich sehr zufrieden stimmten. Die Taktik des Futters und der Montagen hatten ihre Arbeit gut getan und ich konnte mit gutem Gewissen, zu Hause, meine Grippe auskurieren.

Tight Lines Franzi E.

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