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Urlaubsstimmung

Nach viel zu schnell vergangenem Sommerurlaub hatte ich noch ein paar Tage Zeit, bis die Arbeit wieder rief. Nach kurzem Überlegen entschied ich mich die restlichen Tage am Hauswasser ausklingen zu lassen. Wenige Stunden danach stand ich dann schon am Ufer unserer Schottergrube. Bereits beim Aufbauen machte mir die riesige treibende Krautbank in 20 Meter Entfernung etwas Kopfzerbrechen. Bei uns am See stirbt eine Sorte Kraut im Sommer ab und treibt dann in großen Feldern im See umher.

Mit der Zeit verflogen meine Sorgen dann und ich begann mit der Suche meiner Spots. Da mir der See doch sehr gut bekannt ist, hatte ich schnell 4 Spots gefunden. Um 3 der 4 Spods zu befischen, musste ich allerdings geradewegs über die treibenden Krautfelder legen. Auch Rutenaufstellen half nichts, beim Erwachen am nächsten Morgen waren die 3 Problemruten allesamt komplett angespannt und die Montagen etliche Meter verzogen und fest im Kraut. Während ich noch in Gedanken war, was ich nun unternehmen sollte, meldete sich mein linker Siren mit einem Pieper. Ihm folgte ein weiterer und zugleich gab die Bremse auch schon das so gern gehörte knarrende Geräusch von sich. Einen Bruchteil später stand ich schon mit krummer Rute im Boot und probierte mein Gegenüber an die Oberfläche zu pumpen. Dies passte ihm allerdings überhaupt nicht und so stellte er sich mit all seiner Kraft entgegen. Nach ca. 20 Minuten war dann aber doch ich der Sieger und zog den Dicken über den Kescherrand. Ein 10mm Monster Squid Poppi inmitten eines ca. 1 Meter hohen Krautfeldes, wurde dem Fisch zum Verhängnis. Schon beim ersten Auftauchen auf der Oberfläche glaubte ich den Fisch zu kennen. Am Ufer bestätigte sich mein Verdacht dann auch, es war ein alter Bekannter, welchen ich vor 2 Jahren bereits gefangen hatte. Damals noch etwas über der 20er Marke, blieb er diesmal nur wenige Gramm darunter. Wobei ich ihn vor 2 Jahren direkt in der Laichzeit hatte und somit mit Höchstgewicht. Diesmal, wenige Wochen nach dem Laichen, mit dem Tiefstgewicht. Da kein Fotograf zur Stelle war, musste der Selbstauslöser herhalten und wenige Minuten später schwamm er dann auch schon wieder in seinem Element.

Erfreut über den Fisch, aber trotzdem etwas verzweifelt aufgrund der Situation mit dem treibenden Kraut stand ich nun wieder am Ufer. Da ich mich mit dem Kraut nicht weiter ärgern wollte, entschied ich mich für einen Platzwechsel. Schnell war der Großteil ins Boot gepackt und ich begab mich ans andere Ende des Sees. Bis zum späten Nachmittag hatte ich dann auch die letzte Rute ausgelegt und ein längeres Warten begann. Denn die darauffolgende Nacht und den ganzen nächsten Tag lang blieben meine Bissanzeiger Stumm, trotzdem entschied ich mich alles gleich zu belassen und ließ die Montagen liegen. Wie sich später herausstellte, war es die richtige Entscheidung, denn mit Einbruch der Dunkelheit meldete sich einer meiner Sirens mit einem Dauerton. Nach einem unspektakulärem Drill lag dann ein schöner Spiegler mit etwas über 10 Kg auf meiner Matte. Na immerhin, der Anfang wäre mal getan, dachte ich mir. Nach einer kleinen  Stärkung, begab ich mich dann ins Land der Träume. Meinen letzten Traum noch nicht ausgeträumt, riss mich der um Hilfe schreiende Bissanzeiger aus dem Schlaf. Keine Ahnung, wie ich das jedes Mal im Halbschlaf schaffe, aber ehe ich wirklich zu mir komme, stehe ich schon samt Rute im Boot und fahre dem Fisch entgegen. Er hatte sich im Kraut festgesetzt, nach ein paar Versuchen war er dann allerdings frei und zeigte mir auch gleich was Sache war. Immer wieder ging er in den dichten Krautteppich am Grund, über welchem er mein Monster Squid Poppi eingesaugt hat. Da ich aber mit dem Boot direkt über dem Fisch stand, hatte ich kaum Probleme ihn immer wieder aus dem Kraut zu pumpen. Irgendwann gingen ihm dann aber doch die Kräfte aus und ich konnte ihn in aller Ruhe über den Kescherrand führen. Ein schöner Spiegler, der dem ersten Fisch der Session nicht viel nach war. Auch er durfte nach einer kurzen Fotosession wieder zurück ins kühle Nass.

Der Tag verlief dann ruhig, da ich gleich früh am nächsten Morgen den Heimweg antreten wollte, packte ich gleich den Großteil meiner Sachen. Mit dem Einbruch der Dunkelheit meldete sich dann der nächste Karpfen, wieder auf der selben Rute. Auch bei ihm blieb ich Sieger. Diesmal war es ein Schuppi, ein bisschen Abwechslung schadet ja nicht und auch er brauchte sich gewichtsmäßig keinesfals verstecken.

Zufrieden ging ich dann schlafen und begab mich am nächsten Morgen auf die Heimreise. Für die momentan schlechten Bedingungen lief es bei mir doch recht gut, so verließ ich den See mit einem breiten Grinsen…..

 

Liebe Grüße

ecki

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