Heisser Herbst – Mautschi & Monster Squid auf Tour…

Nach einem langen  und arbeitsreichen Sommer war er nun endlich da, der Herbst, und somit auch mein ersehnter und längst überfälliger Urlaub. Nun sollte es endlich losgehen, das Ziel war eines meiner Hausgewässer das ich dieses Jahr ziemlich vernachlässigt hatte, nach ein paar kurzen Telefonaten stand fest, dass ich dort meine 10 Tage Urlaub verbringen werde.

Sonntag Nachmittag rollte mein völlig überladener Kombi über die Autobahn Richtung Süden, endlich angekommen erst mal schnell ausladen, aufbauen, Ruten montieren und Location machen. Die Location dauerte etwas länger als erwartet da noch einiges an Kraut vorhanden war aber nix desto trotz fand ich vier erfolgsversprechende Stellen, die ich erstmal mit ein bisschen Futter bearbeiten wollte. Die Ruten wollte ich erst am nächsten Tag ausbringen.

Somit ließ ich den ersten Abend am Wasser  mit ein oder zwei kühlen Bierchen und netten Gesprächen mit anderen Anglern, die auch am Wasser waren, ausklingen.

Nach einer erholsamen Nachtruhe  wachte ich schon um 6 Uhr auf, und zu meinem Bedauern musste ich feststellen, das es wie aus Kübeln schüttete. Also verkroch ich mich wieder in meinem Schlafsack und Augen zu. Um 9 Uhr besserte sich das Wetter leicht – jetzt schüttete es nicht mehr sondern es regnete nur noch so dahin. Da ich die neue Regen Bekleidung  schon hatte war es überhaupt kein Problem die Ruten raus zu bringen, gut abgelegt, verkroch ich mich wieder in mein Zelt. Der Tag und die Nacht verliefern ruhig, kein Problem, wir hatten ja noch ein bisschen Zeit. Der Dienstag zeigte sich schon wieder von seiner schönsten Seite, bestes Wetter und die Temperaturen stetig steigend, perfekt. Also kontrollierte ich meine Ruten, legte sie aufs Neue ab und war zuversichtlich das was kommt. Am Tag konnte ich keinen Biss verzeichnen, so gegen 23.30 wurde ich durch einen einzelnen Piper von meinem Siren geweckt. Bei diesem blieb es aber nicht, es wurde ganz schnell ein ausgewachsener Vollrun, und nun ging es flott raus aus der Hütte und ran an die Rute, Fisch aufgenommen und mit dem Boot  hinterher, nach einem kurzen und heftigen Drill konnte ich meinen ersten Karpfen keschern. Und was für einen – ein Dicker, yea Monster Squid fängt, dachte ich mir. Am Ufer angekommen holte ich meinen Teamkollegen Arno aus seinen Träumen um ihn zu bitten, mir den Fisch zu fotografieren. Kein Problem er war sofort zur Stelle und wir machten ein paar richtig gute Pics, den Fisch entließen wir wieder in sein Element und ich brachte nur noch meine Rute raus bevor ich auch wieder einschlief.

So gegen 7.00 weckte mich erneut der schönste Ton der Welt, Biss, gleiches Prozedere wie vorher nur diesmal war es ein etwas kleinerer Schuppi den ich fotografieren durfte

Bis in die Haarspitzen motiviert legte ich meine Rute wieder ab, jetzt gabs erst mal lecker Frühstück.

Mittwoch am Tag und die Nacht verliefen unruhig zuerst drillte ich einen Wels der nicht aufgeben wollte und dann einen Amur. Donnerstag, alles war wieder scharf, und ich war gerade beim Einschlafen, als sich mein Siren meldete. Dieses Tier gab ordentlich Gas, und riss mir einige Meter Schnur von der Rolle, aber trotz der harten Fluchten konnte ich einen schönen Schuppi landen, bei dem ich richtig staunte als meine Digitalwaage 18.3 kg anzeigte. Einer der Mitangler fotografierte mir den Fisch und wir setzten ihn wieder schonend zurück (hier noch einmal danke Jürgen für die guten Pics).

Freitag war Rig binden angesagt um meine Montagen wieder aufzufüllen, eine Rute fischte ich jetzt mit einem Kombi-Rig bestehend aus Triggalink und Ultrasilk, prompt brachte diese Rute den nächsten Schuppi über 15kg.

Sonntag Früh konnte ich dann noch einen 10 plus fangen, und am Nachmittag ging mir mein erster Koi ins Netz , super läuft´s dachte ich mir, und war schon mehr als zufrieden.

In der Nacht von Montag auf Dienstag bekam ich gleich drei Runs wobei ich den ersten leider verlor, einen Amur fing,  und der letzte Run kam so gegen 4.30 nur diesmal war es kein richtiger Vollrun sondern der Fisch nahm eher gemächlich Schnur von der Rolle. Als ich mit dem Boot über dem Fisch war löste ich erstmals haufenweise Kraut von der Schnur, und sah dabei nur einen kleinen Schatten im Wasser. Ich dachte mir, so groß ist der Fisch gar nicht, mein Gegenüber bemerkte das Licht meiner noch immer brennenden Kopflampe( hab ich normal immer aus im Drill) und ließ sich langsam zu Boden sacken. Von nun  an wusste ich, dass das ein richtiger Dicker sein muss. Es stieg Nervosität in mir auf und Adrenalin schoss ein, ich weis es nicht genau wie lange es dauerte bis ich ihn endlich sicher über den Kescher ziehen konnte.
Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, und immer der Gedanke im Hinterkopf nur nicht verlieren. Sicher im Kescher, kam ein Freudenschrei aus mir heraus, der das halbe Dorf aufgeweckt haben muss. Am Ufer angekommen, lies ich den Fisch erstmal im Kescher um sich vom Drill zu erholen. Es gab jetzt nur noch ein Problem –  kein Mensch mehr am Wasser zum fotografieren, also rief ich einen Freund an, der an einem Nachbar See angelte und innerhalb von zehn Minuten da war. Nach seinem Eintreffen hob ich den Fisch auf die Matte „ poa der is richtig guat“ sagte mein Freund zu mir, nach dem wiegen wussten wir, ich hatte meinen ersten 20 Plus dieses Jahres auf diesem Gewässer gefangen. Mein Freund machte richtig gute Pics an Land und im Wasser (danke auch dir Eisi), nach dem Zurücksetzten quatschten wir noch einige Zeit und stießen mit einem Bierchen auf den Fisch an, dann verabschiedete er sich auch wieder, und ich war alleine am See und genoss die Ruhe und den Sonnenaufgang mit einem breiten „Grinser“ im Gesicht.

Dienstag und Mittwoch fing ich noch einen Armur und dann war Schluss, mehr als zufrieden packt ich ein und fuhr nach Hause. Ich muss sagen, es war für mich ein „Hammer -Tripp“, den ich nicht so schnell vergessen werde.

Schönen Herbst,

Euer Mautschi

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