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Die Zeit ist heiß….

Es stand nach Langem wieder mal eine Woche Fischen an. Berufluch war es in letzter Zeit ein wenig stressig geworden und so war die Freude sehr groß.

Als Gewässer wählte ich eine größere Schottergrube mit Krautbewuchs und einigen anderen Features wie Sandbänke, Übergänge, Steinschüttungen und jede Menge Muscheln.

Weil wir schon beim Thema Muscheln sind, will ich auch gleich genau darauf eingehen wie man bei solchen Bedingungen am besten angelt. Ich verwende eigentlich immer eine sehr robuste und vor allem dicke Hauptschnur, die nie einen kleineren Durchmesser wie 0,38mm aufweist. Dann kommen noch ca 50-80 Meter Monoschlagschnur mit einem Durchmesser zwischen 0,60 und 0,80mm darauf. Als nächstes fädel ich ein Flying Backlead auf die Schnur, die an einen 1,5m langen Leader gebunden wird. Am Leader wird dann ein Weed Safty Bolt mit einem ca 4-6 oz schweren Blei gefischt. Viele denken jetzt bestimmt, dass das ganze ein wenig übertrieben ist, aber ich finde man sollte einen Fischverlust oder einen Abriss nicht provuzieren, indem man zu „schwach“ angelt. So, nun wieder zu meinem Trip.

Freitag so gegen 3 Uhr stand ich voll motiviert am Ufer des Sees und überlegte mir wie ich es nun angehen würde. Die Spotsuche erwies sich selbst mit der Unterwasserkamera als relativ schwierig, da fast die ganze Umgebung an meinem Platz entweder verkrautet oder voll mit Algen war. Nach ca. 3 Stunden standen dann doch 4 Marker am Wasser, welche ich mit vollstem Vertrauen befischte. Doch leider hatten die Fische etwas besseres vor als zu fressen, denn viele von ihnen standen bereits zum Laichen zusammen. Pech?!

Das Wetter drehte allerdings und ich wechselte an einen anderen Platz, wo ich mir mehr Chancen erhoffte. Und so kam es dann auch. Ich konnte in den ersten 3 Nächten 12 Karpfen fangen, davon fünf über 15 Kilo, einer davon kratzte sogar an der 25 Kilo Marke. Ich konnte es kaum glauben was da passierte. Allerdings drehte das Wetter erneut und die Fische stellten wieder auf stur.

In den restlichen 3 Nächten konnte ich diesem wunderschönen Gewässer dann noch einen guten Spiegler entlocken.

Alles in Allem war ich sehr zufrieden und fuhr mit einem sehr guten Gefühl nachhause.

Thight Lines

Franz Eschberger

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