*Catch Report* Thomas Haderer

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Sommerloch?!

Ich kam am Mittwochabend an meinem Hausgewässer an und bezog einen Platz von dem aus ich bis jetzt noch nicht geangelt habe. Mein Kumpel Hans kam etwas später. Es war sein Platz und wir wollten erstmal für zwei Nächte hier unser Glück versuchen und gegebenenfalls am Freitag auf die andere Seite moven. Schnell war das Camp aufgebaut und wir waren bereit die Spots zu suchen. Hans angelte seine bevorzugten Plätze in Ufernähe, direkt zwischen den vielen Krautfeldern. Für mich war klar, dass ich mit einer Rute das sehr attraktive Ufer mit Schilfgürtel und Krautfeldern befischen würde. Die zweite kam auf einen harten Schotter/Lehm Spot, welcher sich mitten auf einem riesigen Krautplateau in 2 Metern Tiefe befand. Das dritte Eisen wollte ich eigentlich im tieferen Bereich ablegen, aber als ich mit der Unterwasserkamera ausschließlich alte vermooste Fraßlöcher fand ließ ich das erstmal bleiben und brachte das Rig zu einem mir Bekannten Spot. Ein großes Plateau das von sechs auf vier Meter ansteigt und direkt darauf, liegt ein kleines Krautfeld wo rundherum der gesamte Grund freigeputzt war und der Schotter nur so leuchtete. Meine Köder waren wie so oft Monster Squid Boilies, 15 und 20mm in red und purple. Um zu viel Weißfischaktivität zu vermeiden beschloss ich nur wenig Partikel zu füttern und den Rest den Kugeln zu überlassen.

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Die Sonne brannte unerbittlich und von Wind war keine Spur, so sollte es auch das ganze Wochenende bleiben, 30 Grad und Sonne. Daher fütterte ich erstmal nur wenig. Ein zwei Hände sollten reichen. Als wir alle Montagen auf ihren Plätzen hatten war die Sonne schon am Untergehen und die Nächste Plage war bereits im Anmarsch. Die Gelsen… Jeder der diesen Sommer schon die ein oder andere Nacht am Wasser verbracht hat weiß, so schlimm war es schon lange nicht mehr, und ich halte diese Blutsaugenden Mistviecher schon nicht mehr aus… Um vier Uhr Morgens Riss mich der Dauerton meines S5 Bieper aus dem Tiefschlaf. Los geht’s! Ich nahm den Fisch auf Und sprang mit Hans der ebenso schnell aus seiner Burg kam ins Boot. Ein toller Drill, und da kam er zum ersten Mal zum Vorschein. Ein dicker, hoher Schuppi! Was für ein Fisch! Ich konnte ihn mit meinen Dwarf Ruten in 9 ft. und 3 lbs., die ich mir extra fürs Bootsangeln zugelegt habe, ohne Probleme vom Kraut fern halten und Hans kescherte in schnell und sorgfältig. Zurück am Ufer versorgten wir den Fang und machten ein paar Fotos von diesem außergewöhnlichen Fisch . Er wog 18 kg geradeaus und hatte einen Nacken wie ich ihn von Karpfen selten zuvor gesehen habe. Perfekt!

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Ruten wieder raus und ab in den Schatten, die Sonne stand bereits über den Hügeln und es wurde von Minute zu Minute immer heißer. Unter Tags war es wie ausgestorben, wir konnten keine Fische beim Rollen, Buckeln oder Springen sehen, und auch beim Schnorcheln in Ufernähe kam uns kein Fisch vor die Brille. Also blieb uns nichts anderes übrig als abzuwarten und auf die Nacht zu hoffen. Bevor es wieder Dunkel wurde brachten wir die Ruten neu aus, diesmal aber mit Schnorchel und Brille und kontrollierten die Spots. Die Partikel waren weg, klar, die Weißfische. Aber ein paar Kugeln lagen noch herum. Also fütterte ich nur wenig nach und tauchte mein Rig hinunter. Während der Dämmerung sahen wir endlich ein paar Fische rollen, allerdings ausschließlich auf der anderen Seite des Sees. Somit beschlossen wir am kommenden Morgen nach hinten zu wechseln. Ich konnte in dieser Nacht noch zwei kleine Karpfen fangen, einen Schuppi und einen Spiegler. Aber die Aussicht am anderen Ufer vielleicht auch unter Tags den ein oder anderen Fisch wenigstens beim Schnorcheln zu sehen oder an der Oberfläche zu erwischen, ließ uns am Morgen zusammenpacken. Floh und Franz würden auch bald kommen und so begannen wir den Freitagmorgen mit einem Move und der Aussicht auf neue Erfolge. „Endlich ein Schattenplatz! Hier lässt sichs leben…“ Die neuen Spots waren schnell gefunden und Floh warf den Griller an. Ich kann mich nicht erinnern je beim angeln so gut gegessen zu haben! Noch mal, danke Floh! Die letzten zwei Nächte verliefen ruhig für mich, Franz hatte da mehr Glück. Er konnte noch ein paar Fische fangen, aber das ist eine andere Geschichte. Wir saßen gemütlich zusammen, grillten, plauderten und genossen den Schatten. Auch wenn wir was das fangen von Fischen angeht nicht mehr so erfolgreich wahren, hatten wir dennoch ein herrliches Wochenende mit Urlaubsflair. Ich wünsche euch einen herrlichen Sommer und viele schöne Stunden am Wasser…

Take Care! Thomas Haderer

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