Stress Management – oder spiel mir das Lied vom „Drillen“.

Ein wahrscheinlich eher unüblicher Titel für einen Blogeintrage über das Karpfenangeln. Stress Management beschreibt aber ganz gut, was mir letztes Wochenende widerfahren ist. Doch beginnen wir von vorne. Nach einer ewig langen Arbeitswoche stand ich endlich wieder einmal am Wasser. Nacht Nummer 14 und 15 dieses Jahr sollten mir endlich wieder einmal einen Fisch bringen. Als die Sonne schon am untergehen war, ließ ich gerade die zweite Montage im kühlen Nass verschwinden. Die Spots waren schnell gefunden. Beide befanden sich vor riesigen Krautfeldern in 80 und 50 Metern Entfernung. Unter solchen Bedingungen ist es sehr wichtig, dass sich das Blei sofort nach dem Biss aus dem Safety Clip löst, hier ist dann der Weed Safety Bold Bead Leader meine erste Wahl.

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Sicherheit geht vor!

Die Nacht brach herein und vorerst schwiegen die RS1. Pünktlich zum Sonnenaufgang weckte mich ein kleiner Schuppi –  so konnte der neue Tag beginnen. Ich fische schon seit einigen Jahren auf diesem Gewässer, doch was an diesem Tag passierte gehört wohl unter die Kategorie Sternstunden. Nachdem ich den kleinen Schuppi versorgt hatte und ihn wieder in die Freiheit entließ meldete sich auch schon die andere Rute.

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Ein kampfstarker „Wecker“.

In dieser Tonart ging es dann auch weiter. Mehrere Doppel-Runs, drillen inmitten von badenden Touristen, das beantworten von Fragen erstaunter Beobachter und das Versorgen der gefangenen Fische brauchten ein gewisses Durchhaltevermögen um den Tag zu überstehen. Aber am Ende zahlte es sich aus und ich konnte ein paar schöne Fische fangen. Einmal war ich in der glücklichen Lage und hatte etwas Unterstützung. Ein guter Freund der auf einen kurzen Besuch vorbei schaute, durfte aufgrund eines Doppel Runs gleich selbst einmal drillen und fing gleich einen sehr schönen Schuppi.

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Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Kurios an der ganzen Sache war die Tatsache, dass beide Montagen gute 70 bis 80 Meter auseinander lagen, trotzdem bekam ich immer wieder Doppelläufe. Als Köder verwendete ich Monster Squid Boilies in Verbindung mit Instant Action Pop Ups. Diese Kombination brachte mir an diesem Wochenende sage und schreibe 18 Fische, wobei ich den Großteil der Fische am Tag fangen konnte. Ab und zu läuft einfach alles nach Plan und man kann sogar ohne lange Futterkampagnen wahre Sternstunden erleben.

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Ein massiver Spiegler konnte dem Coconut Creme Pop Up nicht widerstehen.

 

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Dieser lange Schuppi Biss auf einen Schneemann.

Wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, kann Karpfenangeln plötzlich ganz einfach sein. Ich wünsche euch einen fischreichen Sommer

Alexander Gärtner

Nash Team AUT/GER

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