Gut, daß es nie Sommer wurde… Teil I

So richtig schien er heuer nie auf Touren zu kommen, der Sommer. Schwierig für alle Tourismusregionen, allerdings ein Segen für uns Angler. Schon lange nicht mehr konnte ich Ende August so niedrige Wassertemperaturen messen, wie heuer. Es gab auch kein propagiertes „Sommerloch“, also beißfaule, lethargische Fische.

Die Sauerstoffsättigung blieb aufgrund der moderaten Sommertemperaturen hoch, Fische fraßen den ganzen Sommer über ohne nennenswerte Pausen.

So auch bei einem meiner Tipps Ende August. Schwierig begann dieser, mit zwei verlorenen Fischen – festgenagelt in Unterwasserhindernissen. Das in 150 Metern Entfernung, 2 Tauchgänge konnten wenigstens die noch „scharfen“ Montagen aus dem Wasser entfernen. Ein gefangener Fisch ließ Freude aufkommen.

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Der erste Fisch des Trips

Doch irgendwie lief es nicht so richtig – 2 Blanktage machten mich schwer nachdenklich. Hatte ich die ersten 3 Bisse in einer tiefen Rinne, so entschied ich mich aufgrund der umliegenden Hindernisse, kürzer zu angeln. Ein Plateau in 12,7 m Tiefe sollte es auch tun.

Fehlanzeige – massives Kraut, direkt am Plateau, machten eine effektive Präsentation richtig schwer. Immer wieder bekam ich einzelne Pieper – ich musste was ändern. Die letzten 24 Stunden waren angebrochen, mein Kollege kurz nach Hause gefahren, ich voll Tatendrang. Wieder zurück in die Rinne, Bremsen der Technium zu, voll auf Anschlag, dem Fisch keinen Meter Schnur geben – so meine Strategie.

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Genial. L030 & GLM Nashbait Magma Glug
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Zuerst L030, dann hochattraktives GLM Powder
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Fertig

Jetzt musste nur noch das Futter hinaus, 9 kg Monster Squid und 6 kg Tigers müssen erstmal mit Spomb und Alien-Rakete gefüttert werden. Aufkommender Wind machte die Verwendung der Spomb unmöglich, mir fehlten auf einmal gut 10-15 Meter. Also Alien rauf, Spomb runter. Die Wurfweite passte wieder (das Teil fliegt wirklich unglaublich), allerdings bereitete mir die verminderte Futtermenge Kopfzerbrechen 😉

Der große Vorteil der Spomb ist ihr Fassungsvermögen. Ich fütterte und fütterte, ein Wurf reihte sich dem anderen, irgendwie wurde das Futter im Eimer nicht weniger. Langsam begann meine halbe Schulterseite zu schmerzen, auch meine Wurfweiten wurden kürzer und kürzer. Gut, es waren nun auch schon mehr als 1,5 Stunden durchgehendes Werfen.

Nicht mehr wegzudenken
Nicht mehr wegzudenken

Ruten neu beködert, exakt geworfen (dank dem Spot On Line Marker ein Kinderspiel). Keine halbe Stunde später einige Pieper. Bremse war knallhart zu, keinen Meter Schnur sollte der Fisch aufgrund der nahen Hindernisse bekommen. Ein absoluter Traumspieler das Ergebnis. Doch was dann noch alles passierte bedarf einer eigenen Geschichte….

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Viel Freude am Wasser

Arno

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