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Gut, daß es nie Sommer wurde….Teil II

Eigentlich wurde ich ja bereits mit zwei tollen Fischen belohnt. Wir erinnern uns? Nein, na dann ab zum ersten Teil: http://wp.me/p19Cea-T2

Spot On!
Spot On!

Das Futter also draußen, harrte ich nun den Dingen die wohl kommen würden – oder auch nicht. Seit gut zwei Jahren bin ich hier auf der Jagd nach einem Ausnahmespiegler, in Form und Farbe, wie aber auch im Gewicht. Zweimal im Jahr wird er oder besser gesagt sie, gefangen, einmal im April, dann Anfang Dezember. So zumindest war es in den drei vergangen Jahren. Egal, für diesen Fisch werde ich heuer wiederkommen, letztes Jahr verpasste ich ihn Ende November um eine Woche, oder war es doch einer derer, die ich in einem massiven Baum unter Wasser verlor?

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Chod Twister sei Dank!
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Absolut genial. Bleibt in Form und ist leicht zu knoten.

Wir werden es nie wissen, jeder verlorene Fisch könnte der Ausnahmefisch sein. Das macht das Angeln, die Jagd ein wenig mystisch und allemal unglaublich spannend. Ich bin eigentlich kein fokusierter „Zielfischangler“, vielmehr genieße ich jede einzelne Minute am Wasser. Toll ist es aber allemal, das Verhalten dieses Tieres zu studieren.

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Die dritte Rute 😉

Vollrun. Gedankenschwer greife ich zur Rute, komme kaum dazu die Bremse zuzudrehen. Es gelingt, doch das scheint den Fisch nicht zu beeindrucken. Massiver Gegendruck macht sich breit, der Fisch geht tief, unaufhörlich nimmt er Schnur, das ist ein guter! Genau in diesem Moment ist mein Kollege zurück, als ob der diesen Moment gespürt hätte. Wir genießen den Drill, noch immer geht der Fisch extrem tief, jetzt nur nicht in irgendeinem der unzähligen Hindernisse hängen bleiben. Leider schon zu oft passiert – ohne Boot ist man da machtlos. Wie oft habe ich mir in diesen Momenten schon gewünscht, daß es doch erlaubt sein sollte.

Der Fisch kommt höher, ich kann bereits den Schlagschnurknoten erkennen. Da kommt er ganz nach oben, wir können ihn erstmals sehen. Das sind doch die Schuppen, eine enorme Breite und Länge, das wird wohl nicht….

Wieder geht die Post ab, meine NR arbeitet auf Hochtouren, immer wieder spüre ich die Schwanzflossenschläge auf der Schnur. So ziemlich das hässlichste Gefühl….. Gott bin ich froh, wenn das vorbei ist, die Maschen des Keschers sich um den massigen Körper schließen.

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Er ist es wirklich, ein Brett von einem Fisch. Die Cradle so richtig voll! Ich gedankenleer, und voll des Dankes für so einen Moment. Genau diese Augenblicke bleiben erhalten….

Ich habe sie, doch…aber das ist wieder eine andere Geschichte!

Viel Freude am Wasser

Arno

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