Ab in den Süden!

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Die letzten Stunden in der Firma wirkten wie eine Ewigkeit. Fast im Minutentakt starrte ich auf die Uhr, der Zeiger schien festzustecken. Die Hoffnung schon fast aufgegeben war es dann aber doch soweit und meinem Urlaub stand nichts mehr im Wege. Nach ein paar Stunden Schlaf stand dann auch schon mein Kollege Ralph vor der Tür und ehe wir uns versahen waren wir auch schon auf der Autobahn. Etwa 15 Stunden Autofahrt lagen vor uns. Das Ziel war einmal mehr Frankreich.
Einer der vielen großen Stauseen im Süden sollte es werden. An den geplanten, über 400ha großen See, ging es für uns beide allerdings zum ersten Mal. Unsere Infos waren sehr rar, so war die Spannung umso größer. Erschöpft, aber trotzdem voller Motivation erreichten wir den See dann nach etwas mehr als 14 Std. Wir hatten über 25 Grad am Thermometer, auch wenn wir hier in Südfrankreich waren, nicht alltäglich für November. Wir erkundeten erstmal das ganze Gewässer, ehe wir uns für einen Platz entschieden. Bis auf einen einheimischen Angler war absolut nichts los. Wir richteten uns nach dem Wind und angelten direkt am Wind zugewanden Ufer. Hier war das Wasser etwas trüber und wir erhofften uns den ein oder anderen Karpfen bei der Futtersuche im aufgewühlten Wasser.

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Wir beangelten verschiedene Bereiche um so viel Fläche wie möglich abzudecken. Die Stimmung war perfekt-die Zeit für die ersten Karpfen aus dem See reif. Das dachten wir uns zumindest, die ersten 4 Tage herrschte völlige Flaute. Auch springende Karpfen oder sonstige Aktivitäten konnten wir nicht ausmachen. Platzwechsel war angesagt, laut Vorhersage sollte der Wind am nächsten Tag drehen und aus dem Norden kommen. Wir entschieden uns für den nördlichsten Teil des Sees.

Neuer Platz-Neues Glück
Neuer Platz-Neues Glück

Sollte sich das Wetter bewahrheiten würde uns hier der Wind in die Karten spielen, weiters war der Bereich voll mit Holz und roch förmlich nach Fisch.

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Holz ohne Ende-kein Problem….

 

Bremse zu und Rute mit Expander gesichert....
….Bremse zu und Rute mit Expander gesichert!

Unsere Motivation stieg wieder auf Maximum. Wir teilten uns wieder auf  um den Bereich bestmöglich abzudecken. Der Wetterbericht hielt und der Wind kam genau in unsere Richtung. Ich hätte fast schwören können, dass wir hier Fische fangen werden. Nach weiteren 3 Tagen waren wir allerdings wieder etwas ratlos – null Fischaktivitäten und kein Biss. Guter Rat war nun teuer. Sitzen bleiben, erneut Platzwechseln oder gar auf ein neues Gewässer- unsere Köpfte rauchten förmlich. Nach längerem Überlegen war unser Beschluss klar……Gewässerwechsel.

Wie bei jedem Trip überlege ich mir im Vorhinein bereits ein Ausweichgewässer, so war dies gleich entschieden. Also schnell alles notdürftig zusammengepackt, in den Bus geräumt und wieder hinter das Steuer. Es ging auf einen weiteren Stausee mit ungefähr derselben Größe. Bereits während der Fahrt schmiedeten wir die Taktik und besprachen die Plätze am neuen Gewässer. An dem See waren mehrere Nachtangelzonen, wobei die erste bei hohem und steigendem Wasserstand die produktivste war.

Neuer See.....
Neuer See…..

Bereits beim ersten Anblick erkannten wir den hohen Wasserstand und machten uns in die erste Zone auf. Unsere neu erlangte Motivation sank rapide, als wir entdeckten, dass die wenigen Plätze allesamt von einheimischen Anglern besetzt waren. Damit hatten wir nicht gerechnet, Grund dürfte wohl das verlängerte Wochenende in Frankreich gewesen sein.

Die anderen Zonen waren fast leer, etwas skeptisch entschieden wir uns dann für einen Platz. Die ersten zwei Tage waren dann fast wie ein Dejavue…..keine Fische und zu unserem Trotz stieg auch der Wasserstand immer mehr an. Petrus stand uns bis dato nicht unbedingt zur Seite.

Die Zeit nutzen-wenn schon nichts beißt....
Die Zeit nutzen-wenn schon nichts beißt….

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Am dritten Tag war es dann aber endlich soweit und Ralph konnte einen dicken Schuppi zum Landgang überreden. Auch der Wasserstand begann erstmals zu sinken und der ein oder andere springende Karpfen  motivierte uns zusätzlich.

Der erste Fisch und dann gleich über 20Kg....
Der erste Fisch und dann gleich über 20Kg….

Am darauffolgenden Tag meldete sich dann auch bei mir der erste Karpfen des Trips.

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Wir hatten noch vier Tage Zeit und die Karpfen schienen allmählich in Beislaune zu kommen. Dies hielt in den letzten Tagen an und wir konnten täglich Fangerfolge verzeichnen.

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Schlussendlich hatten wir dann doch noch den ein oder anderen Karpfen gefangen und traten die Heimreise relativ zufrieden an.

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Wiedermal hat sich erwiesen, dass die großen Stauseen Frankreichs alles andere als ein Wunschkonzert sind und neben unvergesslichen Momenten und traumhaften Fängen auch sehr zäh sein können.

 

Viel Spaß am Wasser

ecki & ralph

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