Zwölf Uhr Mittags

Da der Wetterbericht für die nächsten Tage gut aussah, entschied ich mich, zwei Tage angeln zu gehen.
So gelang es mir, einen schönen und zugleich kampfstarken Spiegelkarpfen, in der prallen Mittagssonne zu fangen.

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Mittagsspiegler

In den frühen Morgenstunden warf ich meine Rute nach der ersten erfolgreichen Nacht und dem fang einer Brasse erneut bestückt mit einem 15mm Coconut Creme Boilie aus. Dabei entschied ich mich instinktiv für einen anderen Platz. Eine in Ufernähe abfallende Kante, die von 1,5 m auf gut 4 m abfällt, sollte es sein. Nach einem kleinen Frühstück, legte ich mich wieder auf meine Liege und schlief auch gleich wieder ein.

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Die Frösche gaben keine Ruhe

Die Nacht zuvor war auch sehr kurz für mich, da ich zwei schöne Karpfen fangen konnte und die eine oder andere Brasse mich um den Schlaf gebracht hatte. So wurde ich gegen 12:00 Uhr durch mehre Pieper meines Siren geweckt und ich dachte „nicht noch eine Brasse“.

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Einer der beiden Wecker von letzter Nacht.
Brassen
Brassenterror…….

Es tat sich aber erst mal für 5 Minuten nichts, bis sich urplötzlich  mein Siren fast überschlug und einige Meter Schnur von meiner Rolle gezogen wurde, ehe ich die Rute aufnehmen konnte. Zuerst versuchte ich den Fisch noch von Land aus zu drillen, da in diesem Gewässerabschnitt so gut wie keine Hindernisse sind. Das wusste wohl auch der Karpfen und er zog unbeirrt abermals Meter um Meter von der Rolle. Es hatte den Anschein, dass er in ein weitentferntes Hindernis, in Form eines großen Krautfeldes schwimmen wollte, dies gelang ihm auch und ich musste mit dem Boot hinterher. Über dem Krautfeld angekommen, müsste ich mehrmals, das „beschi…“ Gefühl über mich ergehen lassen, den Karpfen verloren zu haben. Zum Glück bekam ich nach einer kleinen Krautaktion wieder kontakt zum Fisch und der Drill konnte weiter gehen. So zog mich der Karpfen erst mal einige Minuten seelenruhig im Freiwasser über den See, bevor ich ihn das erste Mal sehen konnte. Ein massiver Spiegelkarpfen zog da seine Bahnen vor meinem Boot und ich war froh, das ich diesen nach weiteren Minuten Drill in meinem Kescher landen konnte.

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Dieser Drill kostete mich Nerven aber es ging gut aus.

Ralf Emmerich

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