Eiskalter Anfang

Anfang März war auch im schönen Kärnten das Eis endlich von den Gewässern verschwunden und das Verlangen endlich wieder einmal den Bissanzeiger zu hören wurde immer größer. Eine schnelle Nacht am Wochenende in mitten der Eishockey-Playoffs sollte sich ausgehen. Ein paar Telefonate später war auch ein Termin fixiert und ich bekam das OK auf einem privaten Platz am Westufer des Sees fischen zu dürfen. Dieser Platz eignet sich perfekt für das Frühjahr. Eine lange Landzunge reicht dort weit ins Wasser, hier gibt es Tiefen von 10 bis 1,5 Metern. Doch leider war dieser Bereich im Frühjahr, aufgrund der zahlreichen Zandernester, gesperrt. Meine Vorgehensweise beschränkte sich also auf den legalen Bereich des Sees und nach einigem Grübeln war ich mir sicher, dass ich auch ganz kurz angeln und somit vorbeiziehende Fische abfangen konnte.

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Einfach traumhaft aber  dennoch sehr kalt.

Gedacht getan, die Montagen wurden nur ein paar Meter neben dem Schilf abgelegt. Auf Futter verzichtete ich vollkommen, nur ein kleiner PVA-Beutel kam noch mit dazu auf das Rig. Als Hakenköder hielt ein gedippter 15 mm TG Frozen Boilie her, getoppt mit einem kleinen 10mm Coconut Creme Pop Up.

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10mm Coconut Cream Pop Up als „Highlight“ eingesetzt.

Da der Gewässergrund am ausgewählten Spot sehr hart war, kamen kurze Stiff Rigs zum Einsatz. Der Nash Fang Uni Haken in der Größe 7 wurde noch einmal kurz nachgeschliffen und dann ging es auch schon los. Das Wetter war herrlich und so konnte ich ein paar entspannte Stunden am Wasser verbringen. Alleine dieses Feeling ist es schon Wert am Wasser zu sitzen.

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Der Nash Fang Uni kam an einem kurzem Stiff Rig zum Einsatz.

Die Dunkelheit brach herein und ich staunte nicht schlecht, als plötzlich rechts neben mit in knapper Entfernung zu meinen Plätzen ein paar Karpfen sprangen. Anfang März bei 5 Grad Wassertemperatur und die Fische springen. Ich verstand die Welt nicht mehr. Anscheinend war ich genau am richtigen Platz. „Get amongst them“, sagen die Engländer. Kurz darauf meldete sich auch der R3. Das Adrenalin war wieder da und alles lief so ab wie immer. Doch das Resultat war leider eine Brachse. Ein bisschen enttäuscht vom schleimigen Besucher legte ich die Montage wieder ab. Gerade als ich mich wieder in den Frostbite legen wollte, lief die andere Rute ab. Diesmal war klar was am anderen Ende war. Nach einem recht unspektakulärem Drill ergab sich der kleine Spiegler schnell und als ich ihn keschern wollte, bemerkte ich, dass das Keschernetz am Boot festgefroren war.

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Nachtfrost

Nach einigem hin und her, was mir einiges an Nerven gekostet hat, konnte ich das Netz vom Boot befreien und den Fisch sicher landen. Ende gut alles gut. Die Fische fressen, also raus mit euch ans Wasser.

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Schon wird einem wieder warm ums Herz..

Alexander Gärtner

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