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Im Süden der Provinz

Es war eine Vorbereitung wie keine jemals  zuvor. Mit 6 Leuten und zwei Bussen fuhren wir in Richtung Süden. Das Ziel lag 1750 Km von unserer Heimat entfernt. „Mequinenza“, eines der bekanntesten Angelerdörfchen der ganzen Welt. Übermüdet und nach 20 Stunden Autofahrt erreichten wir nun das Camp von Oli „Urlaub nach Mass“. Dort mieteten wir uns ein Boot um flexibel zu sein.

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Die Stimmung war hervorragend.

Im oberen Flussabschnitt war es sehr voll mit Wels- und Karpfenanglern. Nach einer kurzen Besichtigungstour war uns klar, dass wir uns flussabwärts eine Stelle suchen mussten. Diese war auch nur mit dem Boot erreichbar. Es war Ostern und die Spanier hatten ebenfalls Feiertage und waren dementsprechend heiß aufs Angeln.
Doch die lange Fahrt zerrte an unseren Knochen und so schlugen wir unser Liegen auf und verbrachten die erste Nacht bei sagenhaften Temperaturen über 14 Grad unter freiem Himmel.

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Das Essen war perfekt. Das ist Urlaub!

Am nächsten Morgen teilten wir uns untereinander in Zweier-Gruppen auf. Ein kleiner Platz mitten in einem Steilhang, umgeben von Wald sollte unsere Bleibe für die nächsten Tage sein. Annabelle, meine Freundin und ich angelten jeweils mit zwei Ruten auf Karpfen und zwei auf Wels. Doch in den nächsten 10 Tagen sahen wir nicht einen Karpfen. Zu tief und zu kalt war das Wasser in dem unteren Flussabschnitt. Wir wechselten also die Stelle, mit dem Augenmerk auf flachere Buchten. Doch die Arbeit war oft für umsonst. Drei Stellen in nur 7 Tagen besetzten wir, doch auf jeder Stelle wo wir uns niederließen, bekamen wir nur Waller ans Band.

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Die Waller meinten es gut mit uns.

Wir bekamen die Info, dass im oberen Flussabschnitt die Stellen etwas lichter geworden sind. Ostern war auch in Spanien nun vorbei. So bezogen wir im oberen Abschnitt eine Stelle mit einer großen Flachwasserzone. Der Fußmarsch war zwar enorm weit, aber das war uns egal, wir waren den Karpfen wieder ein Stück näher.

Bild 4
Die Stelle war perfekt.
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Das Double Top. Wir möchten es nicht missen.

Prompt sahen wir  die ersten Karpfen springen. Ein gutes Zeichen! Wieder voller Euphorie, konzentrierten wir uns nun nur noch auf Karpfen. Am nächsten Morgen bekamen wir nun endlich den ersten Biss. Doch leider machte dieser sich in einem Unterwasserhindernis fest und das Vorfach wurde durch die Muscheln gesprengt. Wir bauten sofort  unsere Montagen auf Subfloat um. Mit Erfolg denn wir drillten nun die Karpfen und nicht mehr die Waller.

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Der erste Ebro Karpfen! Wir haben sie gefunden.
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Wir bekamen kein Auge mehr zu. Fisch auf Fisch und das im Stundentakt.
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Ein unvergessener Urlaub geht zu Ende.

Der Ebro ist immer eine Reise wert. Die Landschaft, das traumhafte Wetter, die Leute und vor allem die Fische machen den Urlaub immer aufs Neue unvergessen.

Daniel Konopatzki

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