Urlaubszeit ist Reisezeit.

Mich verschlägt es in meinem Urlaub meist mehr in südliche Gefilde zum Fischen. Da ich aus Hamburg komme lagen nun wiedermal knapp 600 Kilometer vor mir, die aber mit Vorfreude auf diese Tour wie im Flug vergingen.
Angekommen am See wurde erstmal das Tackle startklar gemacht und anschließend die Spots gesucht und gefüttert. Kaum war die erste Rute gelegt, pfiff schon der erste Bissanzeiger ab.
Ich dachte erst an eine Brasse, aber dann kam ein Fisch zum Vorschein, mit dem ich hier nicht gerechnet hätte.
Ein Spiegler von satten und ich übertreibe nicht 2 Pfund.
Ich dachte an einen Zufallsfang und schon meldete sich der nächste R3.
Und wieder kam eine solche Granate zum Vorschein……
Wie sich herausstellte wurden gerade vorher 300 Kg Satzkarpfen besetzt.
Und genau diese 300 Kg Satzis feierten eine wilde Orgie auf meinen Plätzen.
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich leider noch nicht, dass ich Ende dieser Woche um 40 Kg Boilies und nochmal 20 bis 30 Kg Tigernüsse und Hanf ärmer war.
Ich versuchte alles aber irgendwie waren die kleinen Biester so im Fressrausch, dass sie sich doch immer wieder an meinen Montagen aufhängten und auf meiner Matte platznahmen.
Ich fragte mich, wo die Großen des Sees blieben.
Und genau diese Frage wurde mir am nächsten Morgen beantwortet. In einer Zone, in der ich nicht fischen durfte, hatten sich die Fische zum Laichen versammelt. Ich hatte mit allem gerechnet aber nicht damit. Wir hatten Ende Juli, fast August.
Wie mir später mitgeteilt wurde hatten die Fische in diesem Jahr schon öfter das Laichen durch Wetterumschwünge abgebrochen und als es wärmer wurde wieder damit begonnen.
Können sie ja von mir aus, aber warum gerade jetzt?????
Ich konnte trotzdem noch den einen oder anderen besseren Fisch fangen aber es war wirklich harte Arbeit die Rute nachts immer und immer wieder neu zu fahren. 10 bis 15 Fische dieser sehr kapitalen Größe waren leider keine Seltenheit.
Mit Urlaub und Erholung hatte dieses definitiv nichts mehr zu tun.
Einen guten Fisch konnte ich dann doch noch kurzeitig in meinen Kescher führen. Warum dieser Fisch, der sicher die 20 Kilo Marke angekratzt hat, nicht in meinem Armen landete, erzähl ich Euch ein anderes Mal……. oder besser bei einem Bierchen auf ner Messe im nächsten Jahr.
Auch Dummheit muss halt mal bestraft werden. Die Watthose hing zumindest bis zum Ende meines Trips zum Trocknen im Baum.

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Die größeren fanden dann doch noch den Weg zum Futter.
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Ein Fisch mit Wiedererkennungswort.. Er war trotz der verwachsenen Flosse ein richtiger Kämpfer.

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Es wurde auch kurzfristig mal Asiatisch…..

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Es wurde gekämpft bis zur letzten Sekunde.

Alles in allem war es mal wieder ein toller Trip mit tollen Leuten am See. Gastfreundschaft wird dann doch noch bei einigen Vereinen sehr groß geschrieben.

Olaf Barz

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