Das richtige Timing

Zurück aus dem Süden mit voller Speicherkarte und einigen Erfahrungen reicher, leider ohne Fisch, ging es nun wieder am Hauswasser los. Durch die große Hitze der vergangen Wochen und Wassertemperaturen bis über 25 Grad waren die Fische sehr träge. Der starke Regen und böige Wind versprach einiges an Abkühlung und machte mir Hoffnung auf einen der begehrten dicken Spiegler.

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Der Plan stand und so flogen jeden zweiten Tag um die drei Kilo 4G Squid Boilies in 20mm und 15 mm in die Tiefen des Sees. Angesichts der Wasserfläche erscheint die Menge an Futter lächerlich gering, doch ich wollte es vermeiden den Platz mit zu viel Futter zu präparieren.

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Schnell war der Prodding Stick als Umlenkstange umfunktioniert und nach einer kurzen Begutachtung im seichten Wasser lagen die ausbalancierten 4G Squid Boilies auf ihrem Bestimmungsort.

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Wie immer angelte ich ein paar Nächte unter der Woche. So kann ich zumindest den Touristen so gut wie möglich aus dem Weg gehen. Die erste Nacht brach herein und ganz ehrlich gesagt, hatte ich ein eher bescheidenes Gefühl. Als dann der Hanger in der Dämmerung nach hinten sackte und einen Fallbiss signalisierte rechnete ich schon mit einem Weißfisch. Als dann vor dem Kescher ein kleiner Schuppi auftauchte war ich natürlich sehr überrascht und überglücklich endlich wieder einmal einen Karpfen zu Gesicht zu bekommen.

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Dank GPS lag die Montage gleich wieder am Spot und da der Wecker auf 05:00 Uhr morgens gestellt war, machte ich mich langsam bereit schlafen zu gehen. Kaum war ich etwas eingenickt, machte sich der Receiver bemerkbar. Ehe ich wieder ganz wach war, befand ich mich schon über dem Fisch. Nach ein paar Minuten glitt ein schöner Spiegler in den Kescher.

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Diesem Fisch folgte dann noch einer in den frühen Morgenstunden. Die Wassertemperatur war in den letzten Tagen um ein paar Grad gefallen und das gefiel den Fischen anscheinend sehr gut. Das Rig bestehend aus einer Kombination von Triggalink und einem kurzen Stück Chod Link funktionierte perfekt und alle Fische hingen sicher in der Unterlippe.

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Natürlich wollte ich es jetzt wissen und legte gleich eine Nacht nach. Anscheinend waren die Fische immer noch in der Bucht, denn gleich nach einer Stunde Angeln, konnte ich gleich einen der für mich bis jetzt größten Fische aus diesem See fangen. Einen massiven Spiegler, der es mir alles andere als leicht machte ihn sicher zu landen. All die Vorbereitung hilft nichts ohne das richtige Timing und einer ordentlichen Portion Glück.

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Alexander Gärtner

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