TG Active und „Die Queen“

Den goldenen Herbst sucht man vergebens. Das Wetter ist sehr wechselhaft und launisch, somit macht es nicht den Anschein als ob ein fischreicher Jahresabschluss bevorstehen würde. Wieder einmal hat sich bis jetzt der September als die beste Jahreszeit herausgestellt. Aufgrund einer Schulterverletzung konnte ich die letzten zwei Monate leider keine Montage ins kühle Nass befördern und so blieb mir nichts anderes übrig, als mich via Social Media mit meinen Freunden gemeinsam über deren Fänge zu freuen. Schön zu sehen wenn gute Freunde lang ersehnte Ziele erreichen, aber natürlich loderte das Feuer in mir und ich wollte nichts mehr als so schnell wie möglich wieder zurück ans Wasser. Die Bilder von vergangen Fängen hielten nicht lange vor.

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Inzwischen ist es Ende Oktober, die Wassertemperatur hat sich bei gerade mal 13 Grad eingependelt. Es schüttet wie aus Eimern und einen Futterplatz konnte ich über die letzten Wochen auch nicht aufbauen. Statt mit viel Futter und durchgetrockneten, harten Ködern, wollte ich es eher mit attraktiven und kleinen „Fallen“ versuchen. Die Größe der Fische war mir vollkommen egal, die Hauptsache war es wieder einmal einen R3 schreien zu hören nach so langer Zeit.

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Wie immer vertraute ich auf eine Kombination von Triggalink und Chod Link mit einer Länge von ungefähr 13 cm. Um den vielen Schleppanglern zu entgehen verwendete ich noch zusätzlich die neuen Absenkbleie, somit konnte ich vermeiden das sich ein vermeintlicher Biss doch als genervter älterer Herr mit Blinker oder Gummifisch entpuppt. Die 20mm TG Active Boilies wurden mit Hilfe des neuen Bait Corers und ein bisschen Schaumstoff ausbalanciert um auch die ganz scheuen und alten Fische an den Haken zu bekommen.

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Um der kalten und zehrenden Witterung zu entgegnen hilft natürlich gute Kleidung, doch nichts ersetzt einen verlässlichen Angelpartner, der einen bei Laune hält wenn die Motivation einmal etwas nachlässt. Es war gleich die erste Nacht, als mich ein lautes „Ja“ aus dem Schlaf riss. Gespannt wartete ich am Ufer auf das kleine Schlauchboot das nach einiger Zeit aus dem Dunklen der Nacht auftauchte. Das Grinsen im Gesicht meines Freundes ließ auf einen guten Fisch schließen, doch was er kurz darauf auf die Matte wuchtete verschlug uns beiden den Atem. Es war einer der größten Fisch im See und das mit einer Gewichtszunahme von 5 Kilogramm im Vergleich zum letzten Fang im Frühjahr. An ein schnelles Einschlafen war nach diesem Fang nicht mehr zu denken und so freuten wir uns gemeinsam auf das Fotografieren des Fisches am nächsten Morgen.

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Wieder einmal konnten die TG Active Boilies zeigen was in Ihnen steckt. Der perfekte Köder für kalte Wassertemperaturen. Bestehend aus einer einzigartigen Gewürzmischung reichten schon ein paar Boilies auf der eigenen Uferkante aus, um diesen Giganten aus den Tiefen des Sees zu ziehen. Auch ich durfte einige schöne Fische fangen, darunter dieses Original mit nur einem Auge und neuem Höchstgewicht.

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Ab und zu braucht man keinen Langzeitfutterplatz um an die ganz Großen im See zu kommen. Gute Köder, die richtige Vorgehensweise und ein wenig Glück reichen oft aus.

Alexander Gärtner

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