Alle Vorfachschnüre auf einen Blick

TRIGGALINK

4.2
Selbsthakend, revolutionär und einzigartig.
Doch lesen Sie selbst … Um Triggalink zu erklären bedarf es einigen Worten mehr.
Die Schnur zum Tricksen!
Stell Dir vor, du bist auf der Jagd nach einem Fisch, der in einem stark unter Angeldruck stehenden Gewässer seine Bahnen zieht. Das Objekt deiner Begierde scheint mit allen Wassern gewaschen und wird leider nur ein- bis zweimal im Jahr gefangen. Anders als alle anderen Artgenossen schafft es dieser Fisch irgendwie immer mit auf den Futterplätzen zu fressen, ohne sich dabei merklich zu haken. Während andere Fische im Gewässer bereits zum vierten oder fünften Mal in den Kescher gleiten bleibt dein Zielfisch ungefangen. Er scheint scheu und clever zugleich. Die Chancen diesen Fisch zu fangen gleichen einem Zufall, auf den du mit viel Mühe und Zeitaufwand wartest. Du wartest förmlich auf den Zufall in dem dein Zielfisch unaufmerksam wird oder einfach durch bestimmte Einflüsse bei der Nahrungsaufnahme abgelenkt ist und einen Fehler zu deinen Gunsten begeht. Manche Fische werden selten gefangen, weil sie eben nur sehr selten Boilies fressen. Es gibt aber auch „Boiliefresser“, die nur einmal im Jahr – wenn überhaupt – gefangen werden. Genau diese Fische zu fangen stellt uns als Angler vor eine besondere Herausforderung, die viel Taktik und Ehrgeiz erfordert.
In fast jedem Gewässer gibt es solche Karpfen. Nicht immer sind es zwingend die wirklich Großen aber anhand dieser fällt es am ehesten auf, dass bestimmte Fische eben sehr wohl in der Lage sind unsere angebotenen Rig´s wieder auszublasen oder los zu schütteln, bevor wir davon überhaupt etwas bemerken. Kein anderer Grund würde die seltenen Fänge so deutlich rechtfertigen.
Starker Angeldruck bedeutet zwangsläufig immer, dass es im Gewässer zu einem erhöhten Futtereintrag durch Angler kommt. Durch den hohen Futtereintrag sinkt das Nahrungskonkurenzverhalten der Karpfen. Wenn überall etwas Futter liegt schwimmen unsere Zielfische selten sehr hungrig umher. Dadurch können sie mit mehr Ruhe und bedacht fressen. Ohne Hektik – keine Fehler. Ganz egal, ob du dann ein Stiffrig oder ein Rig aus weichem Geflecht anbietest, der konditionierte Karpfen wird sich immer eine antrainierte Verhaltensweise zu Nutze machen, um sich vor dem Fang zu schützen. Er ist in der Lage, sobald er die Hakenspitze spürt, auf der Stelle stehen zu bleiben, zu verharren und ohne hektische Flucht die ihn den Haken ohnehin weiter in die Unterlippe treiben würde, den Haken wieder zu lockern und loszuschütteln, indem er sich dem Blei etwas nähert und sein Maul ständig öffnet und schließt. Eine Fähigkeit, die sicher nicht jeder Fisch besitzt, aber dennoch gar nicht selten ist, wie viele Unterwasservideos eindrucksvoll beweisen.
Erst durch den Einsatz dehnbarer Vorfächer, die wie ein elastisches Gummiband arbeiten, kann dieser Angewohnheit entgegengewirkt werden. Spürt der Fisch nach der Köderaufnahme die Hakenspitze im Maul, ist es dann bereits bei dem flexiblen Vorfach zu einer gänzlichen Ausdehnung gekommen. Ein Vorstülpen des Rüssels schafft keine Erschlaffung des Hakenzugs auf die Unterlippe. Eine Situation, mit der der Karpfen nicht vertraut ist, entsteht. Die Folge einer solchen ungewohnten Situation ist dann nicht selten eine Flucht des Fisches, welche uns die Chance auf den Fang gibt. Grundvorraussetzung dafür ist natürlich ein effektives Rig am dehnbaren Vorfachmaterial. Meine Favoriten sind Haken mit einer geraden Spitze. Diese haben rein physikalisch gesehen viel eher die Chance im Fischmaul Halt zu finden als jeder andere Haken mit einer nach innen gebogenen Hakenspitze. Ein Stück Schrumpfschlauch oder ein nach innen gebogenes Öhr verbessert die Dynamik des Eindrehens in die Unterlippe.
An vielen Gewässern, ganz egal ob öffentlich oder privat, habe ich durch derartige Montagen durchweg positive Erfahrungen sammeln können. Nie hatte ich das Gefühl mit dehnbaren Vorfachmaterialien weniger zu fangen. Ganz im Gegenteil, es lassen sich durch diese Methode natürlich auch die etwas unerfahrenen Fische zuverlässig fangen. Ein ständiges Benutzen dieses Rigs erspare ich mir dennoch. Ein Grund dafür ist, dass es ein Joker für schwere Zeiten bleiben soll und ich die Fische nicht von Vornherein schlauer machen will, als sie sind. Es macht also wenig Sinn den Fischen schon frühzeitig mit einer solch ausgefeilten Taktik auf den Zahn zu fühlen. Solange die Erfolge mit gewöhnlichen Materialien zufrieden stellend sind, sehe ich keine Veranlassung diese zu verändern. Bleibt mir und anderen Anglern der Fang eines speziellen Fisches jedoch nicht vergönnt, beginne ich den Trumpf auszuspielen.
An einigen Gewässern kam es vor, dass ich wie viele andere Karpfenangler springende und rollende Fische kurz nach dem Anfüttern auf dem Angelplatz ausmachen konnte. Dem Schauspiel folgten unzählige Schnurschwimmer, welche so nur fressende Karpfen verursachen konnten und die Spannung in erwartungsvoller Haltung auf einen Anbiss stieg ins Unermessliche. Nach vielen Stunden des Wartens ließen die Schnurschwimmer jedoch wieder nach. Eine Kontrolle des Futterplatzes zeigte ein eindeutiges Bild: Futter und Fische waren weg. Die Montagen jedoch lagen noch da. Ein deprimierendes Szenario, das ich bis dato selten, aber dennoch schon mehrfach beobachten konnte. Vielleicht kennst du diese Situation? In solchen Fällen oder auf der Jagd nach dem „unfangbaren“, speziellen Fisch ist der Einsatz mit Flexibilität am Vorfach ein Mittel der Wahl.
Im Übrigen führe ich die Effektivität eines Chod Rig´s auf einen ähnlichen Mechanismus zurück. Auch da ist es dem Fisch kaum möglich, nach dem Verspüren der Hakenspitze diese wieder loszuwerden, weil das Leadcore konstant Zug nach unten gewährt. Ein direkter Kontakt zum Blei entsteht auch bei dieser Montage erst bei der Flucht des Fisches.
In folgenden Schritten möchte ich euch den Aufbau eines Rig´s erläutern, mit dem ihr in der Lage sein werdet, stark konditionierte Fische wieder besser an den Haken zu bekommen.
Zum dehnbaren „Trigga Link“:
„Trigga Link“ ist ein sehr weiches Geflecht mit eingewebtem PVA-Kern. Im trockenen Zustand völlig dehnungsfrei und einfach zu knoten. Erst nach zehn Minuten im Wasser ist es auf ca. 2/3 der ursprünglichen Länge zusammengeschrumpft und von da an dehnbar. Unter Wasser quillt es etwas auf und erinnert mit seiner butterweichen Konsistenz an ein abgestorbenes Pflanzenstück oder eine Alge bei einer bestehen bleibenden Tragkraft bis 30lbs (15, 20, 25, 30lbs).
„Trigga Link“ arbeitet sensibler als jedes aufwendig gebastelte Bungee Rig mit „Silikon Tube“. Es hat den großen Vorteil, dass es sehr gut sinkt und sich den Bodenkonturen perfekt anpasst. Durch die offenporige Beschaffenheit lagert sich schnell Bodensediment im Vorfach ab. Dies hat wiederum eine überaus gute Tarnung zur Folge.

4.3

Preis ca. 20,79 Euro pro 20m Spule

 

 

COMBILINK

2.2
Für alle Fans von ummantelten Schnüren gibt es nun einen richtigen Maßstab. Das Combilink Material ermöglicht ein großes Spektrum an Einsatzmöglichkeiten. Sie können komplett mit der Ummantelung ein steifes Rig binden oder die Ummantelung gänzlich entfernen, um sehr weiche und geschmeidige Rigs zu fertigen. Ebenso können Sie mit Leichtigkeit Kombinationen fertigen. Die Beschichtung lässt sich bei Bedarf rückstandslos entfernen. Combilink zeichnet sich durch seine abnormale Abriebfestigkeit aus und wird seit Beginn von Anglern, die an hindernisreichen Gewässern fischen, als zuverlässiges Material sehr geschätzt.

2.1
Geliefert wir COMBILINK in den Farben WEED, GRAVEL und SILT auf 20m Spulen bei einem Preis von ca. 15,90 Euro pro Spule. Sie können es in den Stärken 15lb, 20lb, 25lb und sogar 35lb erhalten.

 

ARMOURLINK

1.1
Das weiche und zugleich sehr wurfstabile Geflecht, welches obendrein noch das schwerste und somit best sinkenste Vorfach am Markt ist. ARMOURLINK ist eine unverbesserliche Vorfachschnur für jeden Angler, der gerne weiche Vorfachmaterialien benutzt. Die Abriebfestigkeit ist unübertroffen und durch die drei wichtigsten Hauptfarben der Gewässerböden ist es nahezu unsichtbar für den Fisch. Natürlicher können sie Ihre Köder nicht anbieten.
Armourlink besteht aus gesinterten HD Plus Fasern, welche in einem bestimmten Verhältnis mit der unschlagbaren Dyneema Faser verwebt wurden. Es sinkt drei Mal schneller als FLUORCARBON!

1.2
Erhältlich ist diese Vorfachschnur in den Farben WEED, SILT und GRAVEL.
Varianten von 15lb, 20lb, 25lb und sogar 35lb sind bei einem Preis von ca. 16,90 Euro pro 20m Spule erhältlich.

CHOD-LINK

3.1
Da das Angeln mit CHOD-RIGS immer populärer wurde war klar, dass KNT dazu die passende Schnur entwickeln würde. CHOD-LINK ist nun das unschlagbare Endergebnis. Ultrastark bei einem ausgeprägten „Memory Effekt“ ist es ideal für HINGED STIFF RIGS und CHOD-RIGS. Das CHOD LINK Material ist einfach zu knoten, dennoch sehr steif und absolut abriebfest. Durch die leicht grünlich-gelbe Einfärbung ist es für den Fisch nicht von einer Alge zu unterscheiden.

3.2
Erhältlich ist es in 0,45mm (20lb) und 0,50mm(25lb) auf 20m Spulen zu einem kleinen Preis von ca. 7,90 Euro.

Tobias Steinbrück

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