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Triggalink Rig

 

Freitag 14 Uhr. Raus aus dem Büro und das so schnell wie möglich. Das Auto ist natürlich schon gepackt und die Fahrt zum See vergeht in Windeseile. Am Parkplatz angekommen die erste Ernüchterung. Ein paar Autos versperren sogar die Zufahrt zum Gewässer. Ich steige aus und mache mich auf den Weg. 20 Minuten später kehre ich zum Auto zurück und muss mit Bedauern feststellen, dass alle Plätze besetzt sind. So oder so ähnlich erging es mir in den letzten Jahren immer wieder und das an unterschiedlichsten Gewässern. Die Angelei erfreut sich immer größerer Beliebtheit und das macht sich auch an den Ufern der Gewässer bemerkbar. Aber nicht nur das, auch unter Wasser geht das rege Treiben nicht spurlos vorbei. Die Fische lernen mit der Zeit. Der größte Feind des Anglers ist nicht gar der Vollmond, oder der steigende Luftdruck, nein. Der Größte Feind des Angler ist der Angeldruck. Die Fische fressen mit viel mehr Argwohn und lassen sich nicht mehr so einfach überlisten. Aber was tun? Für solche Situationen muss man sich etwas einfallen lassen. Auch wenn ich der absoluten Überzeugung bin, dass ein Rig alleine keine Fische fängt, glaube ich daran, dass mir das Triggalink von Nash ab und zu doch einen Vorteil verschafft.
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Hierzu verwende ich wie immer einen Fang Uni in der Größe 5. Ein Stück Chod Link, ein Stück Triggalink, einen kleinen Rig Ring etwas Knetblei und ein kleines Stück Silikonschlauch.
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Zu aller erst wird das weiche Haar aus einem Stück Armour Link mit einem 2mm Rig Ring verbunden. Um dieses weiche Haar mit dem Haken zu verbinden verwende ich ein kleines Stück Silikonschlauch.
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Danach schneide ich ein kleines Stück Chod Link ab, um den ersten Teil des Rigs fertig zu stellen. Hier verbinde ich das Chod Link ganz einfach mit einem Knotless Knot mit dem Haken. Das Ergebnis ist ein kurzes Stiff Rig mit weichem Haar.
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Jetzt kommt das Triggalink ins Spiel. Obwohl dieses Produkt schon länger am Markt ist, fischen doch sehr wenige damit. Seit dem ich die Erfolge manch erfahrener Angler gesehen habe, welche Triggalink verwenden, wollte ich es unbedingt einmal ausprobieren, das ist jetzt gut 5 Jahre her. Für mich hat es mittlerweile einen fixen Platz in der Tacklebox.
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Ich schneide ein etwas längeres Stück Triggalink ab, da es sich im Wasser um gut ein Drittel zusammenzieht. Somit scheint das Rig vor dem Ablegen immer etwas zu lang, dass ändert sich aber sofort, wenn das Rig im Wasser liegt. Ich verbinde das kurze Stiff Rig mit einem Überhandknoten mit dem Triggalink.
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Diesen Knoten ziehe ich dann einfach zusammen.
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Danach wickle ich das steife Chod Link ein paar Mal um das Triggalink und führe das Ende des Chod Links zurück in die dadurch entstandene Öffnung.
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Den so entstandenen Knoten ziehe ich dann zusammen und beschwere das Rig dann mit etwas Knetblei, welches direkt über den Knoten kommt.
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Aufgrund des Herstellungsprozesses wird das Triggalink in einem sehr hellen, teilweise Weißen Material gefertigt. Um es noch zusätzlich zu tarnen, verwende ich sehr gerne das Liquid Tungsten.
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Somit ist das Rig auch schon fertig. Das kleine Stück Chod Link direkt hinter dem Haken dient als Kicker, welcher es den Fischen erschwert den Köder wieder los zu werden. Nach einigen Experimenten, hat sich diese Länge von ein paar Zentimetern als ausreichend herausgestellt. Bei der Verwendung von längeren Stücken Chod Link als Kicker, dreht der Haken im Fischmaul nicht so schnell und agiert somit nicht so aggressiv wie die hier gezeigte Variante. Zusätzlich spielt hier das Triggalink seine volle Stärke aus, der Fisch kann noch so sehr mit dem Kopf schlagen, das Triggalink gleicht diese Schläge perfekt aus und somit kann der Fisch nur schwer das Gewicht des Bleis verwenden um den Haken wieder auszuhebeln.
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Alexander Gärtner

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