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Träge Frühjahrskarpfen und neue Gewässer

Zum Saisonauftakt war das Wetter traumhaft schön und die Außentemperaturen stiegen von Tag zu Tag. Perfekte Bedingungen möchte man meinen, doch wie so oft beim Angeln täuschten wir uns da gewaltig und die Fische waren so gut wie gar nicht aktiv. Nach 24 Stunden kontrollierte ich unsere Plätze mittels Unterwasserkamera, nur um kurz darauf feststellen zu müssen, dass das eingebrachte Futter fast noch vollständig auf allen vier Plätzen am Gewässergrund lag. Zurück am Ufer dachten wir über die weitere Vorgehensweise nach, als ich plötzlich einen Fisch am gegenüberliegenden Ufer springen sah, kurz darauf folgte der nächste und spätestens jetzt war klar, dass dort eine Rute hin gehört.

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Ich nahm eine der Reserveruten montierte ein Chod Rig bestückt mit einem 15mm Citruz Pop Up und machte mich samt Kescher auf den Weg ans andere Ufer. Dort angekommen war alles ruhig, kein Fisch war zu sehen. Ich wartete gute 20 Minuten als plötzlich direkt vor mir ein Fisch die Wasseroberfläche durchbrach und sich mit einem lauten Schlag der Schwanzflosse wieder verabschiedete. Natürlich warf ich die Montage genau an den Ort des Geschehens und legte die Rute neben mir auf den Steg. Keine zwei Minuten später, signalisierte ein leises Surren der Bremse einen Biss. Der Fisch war noch etwas träge von der Winterpause und so konnte ich ihn ohne langen Kampf in den Kescher führen. Ein paar Minuten am richtigen Platz sind besser als eine Nacht am falschen. Diese alte Weisheit hat sich somit wieder einmal bestätigt.

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Ein paar Tage nach diesen Geschehnissen machten wir uns auf den Weg ins benachbarte Ausland um dort einen großen Stausee zu befischen. Da wir dieses Gewässer noch nicht kannten, holten wir jede Menge Informationen ein. Dort angekommen war die Vorfreude riesig. Der Wasserstand war sehr hoch und man sah kaum noch die versunkenen Bäume aus dem Wasser ragen. Wir verteilten unsere 4 Ruten in einem der flachsten Bereiche des gesamten Gewässers. Die Sub Float Montagen sollten dabei helfen trotz der vielen Hindernisse einen Fisch nach dem Biss sicher landen zu können.

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Die ersten Stunden nach dem Ablegen passierte nicht sehr viel, doch schon die erste Nacht und der darauf folgende Morgen brachten bereits ein paar schöne Fische.

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Wir erhöhten die Futtermenge und dadurch kamen die Bisse in regelmäßigen Abständen. Doch ein Fisch stach absolut hervor, ein wunderschöner Koi mit einer Doppelzeile, ein Fisch wie ich ihn bis heute noch nie fangen durfte.

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Nur die eine Rute rechts von uns in einer kleinen Bucht lag drei Tage lang still da. Die tägliche Kontrolle mit der Unterwasserkamera zeigte aber, dass das Futter rund um den Hakenköder weggefressen wurde. Ich entschied mich den Platz vorerst nicht zu wechseln und fütterte jeden Abend ein paar Boilies nach und siehe da, am Ende des vorletzten Tages bekam ich dann endlich den ersehnten Biss auf einen 20mm Key Cray Boilie.
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Der Fisch stand direkt unter dem Boot und machte es mir nicht leicht ihn von den angrenzenden Hindernissen fern zu halten. Nach ein paar aufregenden Minuten konnte ich den Kampf für mich entscheiden und so durfte ich kurz darauf einen der begehrten Spiegler des Gewässers in die Linse halten.

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Ein paar Erinnerungsfotos später durfte der Fisch auch schon wieder ins Wasser und wir waren vollends glücklich und zufrieden.
Ich wünsche euch viel Spaß am Wasser, bis bald.

Alexander Gärtner

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