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Cassien #Teil 2#

Mit neuer Motivation im Gepäck machte ich mich nach einem Strandtag wieder zum See auf. Es war ungefähr Mittag, als ich das Boot an der Slipstelle zu Wasser ließ. Ich entschied mich für einen kleinen unscheinbaren Platz.

Viel Platz war hier nicht….

In den heißen Nachmittags-Stunden räumte ein Wels meinen Platz leer. Kaum wurde die Sonne schwächer und wanderte langsam den Horizont hinab, kam Bewegung ins Wasser, auch der ein oder andere Karpfen war an der Oberfläche auszumachen.

Das müsste doch passen, erwartungsvoll stand ich vor meinen Ruten und tatsächlich lief im selben Moment auch eine ab. Ich war mit dem Boot schnell über dem Fisch – der zog langsam den Grund entlang. Plötzlich spürte ich ein Ruckeln in der Schnur, mein Gegenüber hatte sich irgendwo am Grund festgeschwommen. Ich probierte es von verschiedenen Winkeln, ließ die Schnur komplett locker – es half nichts, ich bekam den Fisch nicht frei. Ich spürte ihn anfangs noch in der Schnur schlagen, nach einem kurzen Ruck dürfte er dann weg gewesen sein. Auch wenn ich meistens extrem ruhig und  entspannt beim Angeln bin, war ich in dieser Situation sehr unentspannt. Gerade in einer solch zähen Phase verlor ich die Fische dann auch noch. Ich zog die restlichen Ruten raus und beendete den Tag. Kühles Bier und Fleisch vom Grill beruhigten mich abends dann aber wieder. Ausgeschlafen und nach ausgiebigem Frühstück fuhr ich am nächsten Tag mit meiner Freundin an den See. Ich wählte einen etwas angenehmeren Platz als am Vortag, dass verlangte meine bessere Hälfte von mir.

Der Nachmittag war unerträglich heiß, ich war ständig damit beschäftigt genügend Schatten zu finden.

Immerhin war das Bier kalt….

Gleich wie am Vorabend kam kurz vor dem Dunkel werden wieder Leben ins Wasser. Ein Biss blieb leider aus, gegen 21:30 Uhr kurbelte ich meine erste Rute hinein, die zweite folgte wenige Minuten später. Während ich die Rute in das Futteral packte, lief plötzlich eine der zwei verbleibenden ab. Ich drillte extrem vorsichtig, die zwei Aussteiger hatten mich wohl etwas verunsichert. Diesmal klappte alles und ich konnte einen urigen, alten Spiegler in den Kescher führen. Ein gerade in dieser Situation enorm wertvoller Fisch.

Was der Fisch bereits alles erzählen kann?

Am Abend dauerte es etwas länger, so war es bereits Mittag als ich am nächsten Tag wach wurde. Auf das Frühstück wurde verzichtet und wir fuhren gleich zum See. In der stärksten Hitzephase des Tages brachte ich meine Ruten aus. Danach war erstmal baden angesagt, wobei das 25 Grad warme Wasser auch keine richtige Abkühlung war. Es waren keine 2 Std vergangen, ich döste gerade in der Hängematte, da meldete sich einer meiner R3 im Dauerton. Der Fisch war enorm Kraftvoll, ich verlangte dem Material alles ab.

Das neue Material hält was es verspricht!

Lange spekulierte ich auf einen Wels, umso größer war die Freude, als ein massiver Spiegler im klaren Wasser zu erkennen war. Nach weiteren bangen Minuten hatte ich den Fisch dann aber sicher landen können.

Traumhafter Cassien-Spiegler!

Immerhin – langsam wurde es mit den Fängen ja, schade das nur mehr wenige Tage verblieben.

Den dritten und letzten Teil gibt es Morgen….

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