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Nash Siren R3 – Bisse ohne Fehlalarm

Immer wieder das gleiche. Man braucht neue Bissanzeiger und die Beschreibungen der Tacklehersteller versprechen einem das Blaue vom Himmel. Schwierig in diesem Dschungel an angeblichen Top-Produkten den Überblick zu bewahren und noch schwieriger wird es dann, wenn man sich letztendlich entscheiden muss. Zudem sind hochwertige Bissanzeiger nicht gerade billig und wer will schon auf den dazu passenden Receiver verzichten. So summiert sich das Ganze und bevor man so eine Ausgabe tätigt will das gut überlegt sein.

Als langjähriger Karpfenangler habe ich schon so manchen Bissanzeiger in den Himmel gelobt, andere wiederrum verteufelte ich aufs Übelste. Seit der Erscheinung der ersten R3 Muster verwende ich nun diesen Bissanzeiger, nachfolgend will ich euch einen kleinen Überblick meiner Erfahrungen schildern.

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Reichweite:

Ein großes Thema unter uns Karpfenanglern ist die Reichweite zwischen Receiver und Bissanzeiger. Es gibt nichts Schlimmeres als im Zelt zu liegen und zu realisieren, dass man einen Run hat und der am Bivvy Table befindliche Receiver gibt keinen Ton von sich. Hier haben mich die R3 absolut überzeugt. Ohne eine genaue Reichweite nennen zu wollen, kann ich sagen, dass die Verbindung zwischen Bissanzeiger und Receiver auch bei starkem Uferbewuchs bzw. bei Hindernissen wie kleinen Hügeln oder starken Uferkanten problemlos funktioniert. Hier hat sich die Kombination von Bissanzeiger und Receiver als absolut zuverlässig erwiesen.

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Speed Sensing:

Da ich oft in kleinen Schilflücken angle und die Schnüre meistens dicht am Schilf sind, kann einem eine windreiche Nacht den letzten Nerv rauben. Ein Fehlsignal nach dem anderen stört den so wichtigen Schlaf, wenn man mal wieder eine kurze Nacht unter der Woche angelt. Nash verspricht dank einer neuartigen Speed Sensing Technologie, dass die störenden Fehlsignale nun der Vergangenheit angehören. Dem kann ich größtenteils zustimmen. Der Bissanzeiger merkt sich tatsächlich gleichbleibende Bewegungen des Swingers, wie sie beispielsweise von wackelnden Schilfhalmen ausgelöst werden. Angelt man aber leichte Hänger mit Ketten und der Wind bläst sehr stark, kann auch der innovative Mikrochip die lästigen Störsignale nicht mehr von einem Biss unterscheiden. Um also das Speed Sensing voll auskosten zu können, muss die Kombination von Bissanzeiger und Swinger gut aufeinander abgestimmt sein. Zudem muss der Bissanzeiger mittels der Sensibilitätseinstellung richtig eingestellt werden.

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Handling der Bissanzeiger

Die Verstellmöglichkeiten des Bissanzeigers sind kinderleicht bedienbar. Bei gedrückt halten des linken Knopfes schaltet man den Bissanzeiger ein oder aus. Das entweder an- bzw. absteigende Signal zeigt ob der Bissanzeiger nun ausgeschalten oder eingeschalten ist. Wenn man bei eingeschaltetem Bissanzeiger die On/Off Taste einmal kurz drückt, wechselt der Bissanzeiger in den Lautlos-Modus. Dies ist beim Einstellen des Set Ups nach dem Ablegen sehr praktisch. Wenn man den rechten Knopf des Bissanzeigers kurz drückt, kann man damit die Tonhöhe verstellen. Bei gedrückt halten des rechten Knopfes wird die Sensibilität eingestellt. Hier gibt es drei verschiedene Stufen. Von ultra sensibel bis hin zu einer Einstellung die selbst bei starkem Wind kaum einen Pieper zulässt. Die Knöpfe bleiben nun trotz der vielen Einsätze an Ort und Stelle und das ohne zu verrutschen bzw. herauszufallen. Die integrierten Snag Ears sind gut verarbeitet und können bei Bedarf auch abgenommen werden. Sind sie einmal fest verschraubt, gibt es absolut kein Ruckeln.

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Handling des Receivers

Das Handling des Receivers gestaltet sich auch sehr einfach. Mit dem großen Knopf auf der linken Seite kann der Bissanzeiger ein- bzw. ausgeschalten werden. Der große Knopf ganz rechts variiert die Tonlautstärke. Zum Einprogrammieren eines Bissanzeigers müssen lediglich diese zwei großen Knöpfe gedrückt und dabei für ein paar Sekunden gehalten werden. Dann ertönt ein Signal welches zeigt, dass nun ein Bissanzeiger einprogrammiert werden kann. Den eingeschalteten Bissanzeiger einmal piepsen lassen und dann ist er auch schon am Receiver eingespeichert. Obwohl ich den Receiver seit jeher ohne jeglichen Schutz in der Tasche transportiere, sieht man weder irgendwelche Kratzer oder Abnutzungserscheinungen. Die Lichter des R3 Receivers können optional je nach Wunsch ausgetauscht werden. So kann ein und derselbe Receiver entweder einfarbig oder aber bunt gestaltet werden.

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Stromverbrauch

Auch hier haben mich die R3 noch nicht im Stich gelassen. Die kleinen CR2 Batterien für die Bissanzeiger und die etwas größeren CR 123A Batterien für den Receiver sind sehr ausdauernd, was auch darauf zurückzuführen ist, dass der Bissanzeiger absolut kein Stromfresser ist. Natürlich kommt es darauf an, wie viele Nächte man im Jahr am Wasser verbringt. Ich kann nur sagen, dass trotz intensiven Gebrauchs, ein Wechseln der Batterien sehr selten notwendig ist.

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Funktionieren die auch bei schlechtem Wetter?

Diese Frage kann ich ganz klar mit einem ja beantworten. Auch die härteste Regennacht kann den Bissanzeigern scheinbar nichts anhaben. Selbst ein Sturz ins Wasser hat den Piepsern bis jetzt noch nichts ausgemacht und das ist mir wahrlich nicht nur einmal passiert. Die Ruten im Wasser aufgebaut und nach einem hektischen Biss bei extremen Wind mit dem Boot das ganze Set Up versenkt, macht es den R3 Bissanzeigern nichts aus einmal unterzugehen.

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Fazit:

Mein Fazit zu den R3 Bissanzeigern und dem Receiver nach ein paar Jahren Dauereinsatz ist auf jeden Fall sehr positiv. Nicht umsonst verkaufen manche Tackleshops in Österreich teilweise dreimal mehr R3 Bissanzeiger als Bissanzeiger von anderen renommierten Marken. Dass jeder Ton eines R3 Bissanzeigers letztendlich auf einen Fisch schließen lässt konnte ich nicht feststellen. Obwohl der neue Mikrochip auf jeden Fall einige Fehlsignale eliminiert, können Fehlsignale nicht völlig ausgeschlossen werden. Wo mich das R3 Set Up absolut überzeugt hat, ist die Beständigkeit. Egal ob extreme Hitze, Schneefall, Dauerregen oder aber ein Bad im kühlen Nass, bis jetzt haben meine Bissanzeiger und auch der Receiver alle möglichen Eskapaden überstanden. Ein Produkt, welches ich mit absolut gutem Gewissen jeden empfehlen kann, der auf der Suche nach neuen Bissanzeigern ist.

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