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Mut zum Futter – Ein slowenisches Abenteuer


Auf meinem diesjährigen Slowenien Trip sollte es an einen großen wilden Stausee gehen, der sich einige Kilometer durch ein Tal schlängelte. Angelangt am See kam ich mit zwei Österreichischen Anglern, die direkt neben dem Parkplatz ihr Glück versuchten, ins Gespräch. Schnell stellte sich heraus, dass die Bedingungen alles andere als gut waren, da die sich die Fische kurz vor dem Laichen befanden und daher nur wenig Interesse für die Köder der Angler hatten.

Der Bereich des Stausees der beangelt werden sollte.

Dennoch war ich motiviert und lies mich nicht unterkriegen. Ich belud das Boot und ging auf die Suche nach einem geeigneten Platz, was sich als gar nicht so leicht herausstellte. Der ganze See war voll von Anglern. Doch einer der anvisierten Plätze, direkt an der Staumauer, war noch frei. Es war jedoch kein sehr gemütlicher Ort, um hier fünf Nächte zu verbringen, da es sich um einen Steilhang handelte, der gerade genug Fläche für mein Titan Hide und den Brolly meines Kumpels, der auch mit von der Partie war, bot – Aber einfach kann ja schließlich jeder!

Mein kleines Nash Titan Hide kann einfach überall aufgebaut werden!

Durch die Informationen der beiden anderen Anglern stand natürlich sofort fest wie ich zu Angeln hatte : Fallenstellen. Wirklich immer nur eine Handvoll Key Cray über dem Rig sollte genügen. Dies funktionierte super. Es gelang mir fünf Fische bis 16 Kilo zu fangen! Ich war glücklich doch zum Erfolg gekommen zu sein. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass da noch Luft nach oben ist.

Die Letzte Nacht brach an. Der See war nun fast Leer. Die meisten Angler hatten schon früher das Handtuch geworfen. Ich blieb standhaft und setzte alles auf eine Karte. „Sie fressen. Also müsste es doch auch mit mehr Futter klappen“ dachte ich mir. Gedacht getan. Ich verteilte Großflächig 10 kg Boilies auf meinem neuen Futterplatz und ließ die Dinge geschehen – entweder es klappt, oder die letzte Nacht verläuft blank.

Einer der Fische, die in meine Fallen tappten.


Das Gefühl, zu viel gefüttert zu haben, machte mir Magenschmerzen, da es so gar nicht meine Art war. Dennoch fühlte es sich auf irgendeine Weise Richtig an. Doch was dann geschah, war der pure Wahnsinn!

Endlich gab mein Siren Bissanzeiger einzelne Piepser von sich, die dann in einen Fullrun übergingen. Ich stürmte aus meinem Zelt und blieb erst mal überwältigt stehen: die Sonne hatte bereits begonnen aufzugehen. Der morgendliche Nebel lag auf dem Wasser und hüllte den Langgestreckten See, in der wunderschön bergigen Landschaft, ein. Ich verharrte nur wenige Sekunden vor diesem Naturschauspiel, bis ich weiter zu den Ruten rann. Langsam, aber gleichmäßig, wurde Schnur von der Rolle gezogen. Ich nahm sie auf und merkte den Fisch, der Ruhig und kontrolliert zu kämpfen begann. Die ersten Meter waren leicht gewonnen.
Dann sah ich zum ersten mal seine Silhouette im Glasklarem Wasser – Es war ein großer Schuppi ! Jetzt nur keinen Fehler machen! Er zog direkt in Richtung der zahlreichen Baumstümpfe, die beim Überfluten des Tals stehen blieben. Zum Glück konnte ich ihn von dieser Idee abhalten und drillte ihn in Richtung des Keschers. Der erste Versuch das große Tier Abzuschöpfen scheiterte und er riss wieder Schnur von der Rolle. Doch der zweite Versuch sollte gelingen. Überglücklich schossen wir einige Bilder, ließen den Fisch wieder Schwimmen und machten uns auf den Heimweg.

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